
Training ist das systematische oder im Alltag spontane Wiederholen gleichartiger physischer Vorgänge, die im Organismus Anpassungsvorgänge auslösen. Die Leistungsfähigkeit wird dadurch gesteigert oder erhalten.
Trainiert werden in der Med. Trainingstherapie deshalb die motorischen Grundeigenschaften: Beweglichkeit, Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit und Koordination.
Trainiert werden diese Eigenschaften an Koordinations- und auxotonischen Geräten, an Ergometern, einem Isokinetik-Gerät und mit alltagsspezifischen Bewegungsabläufen.
Grundsätzlich gilt: Es muss die Funktion trainiert werden, die verbessert werden soll. Das führt zur optimalen Anpassung aller Komponenten für die entsprechende Funktion.
Beispiel: Wer gehen soll, muss das Gehen trainieren. In unserer Medizinischen Trainigstherapie/KGG werden sie ausschließlich von speziell ausgebildeten Sportwissenschaftlern und Physiotherapeuten betreut.
Das Konzept des Arztes für Neurologie und Psychiatrie Dr. Brügger geht von der Annahme aus, daß Afferenzen, d.h. Störungen im Gewebe z.B. durch Überlastung, monotone Dauerbelastungen (z.B. dauerhafte krumme Körperhaltung), Traumen oder Entzündungen über afferente Bahnen zentralreflektorisch Schmerzen und/oder Bewegungshemmungen - in nicht zwangsläufig mit dem Ort der Afferenz übereinstimmenden Funktionseinheiten - auslösen.
Der ausgebildete "Brügger-Therapeut" sucht und behandelt diese Afferenzen mit speziellen Maßnahmen. Er vermittelt dem Patienten Entlastungshaltungen und überträgt diese in die Alltagsbewegungen (z.B. Haltungskorrektur).

Die Manuelle Lymphdrainage ist eine Therapieform der physikalischen Anwendungen. In den 1960er Jahren hat sich diese Therapie, welche von Földi, Asdonk und Vodder maßgeblich entwickelt wurde, etabliert und wird seitdem an deutschen Massage- und Krankengymnastikschulen gelehrt. Die Therapeuten sind vornehmlich Masseure, Krankengymnasten und Physiotherapeuten. Die Anwendung ist nur dem Fachpersonal mit der entsprechenden Zusatzausbildung in manueller Lymphdrainage an einem zugelassenen Lehrinstitut erlaubt. Die Zusatzausbildung dauert vier bis sechs Wochen (ca. 160 Std. oder mehr).
Die Wirkungsweise der manuellen Lymphdrainage ist breit gefächert. So dient sie hauptsächlich als Ödem- und Entstauungstherapie geschwollener Körperregionen, wie Körperstamm und Extremitäten (Arme und Beine). Durch kreisförmige Verschiebetechniken, welche mit leichtem Druck angewandt werden, wird die Flüssigkeit aus dem Gewebe in das Lymphgefäßsystem verschoben. Die Manuelle Lymphdrainage wirkt sich überwiegend auf den Haut- und Unterhautbereich aus und soll keine Mehrdurchblutung, wie in der klassischen Massage, bewirken.
Auch in der Schmerzbekämpfung, wie auch vor und nach Operationen tut sie gute Dienste, das geschwollene, mit Zellflüssigkeit überladene Gewebe zu entstauen. Der Patient spürt eine deutliche Erleichterung, Schmerzmittelgaben können verringert werden, der Heilungsprozess verläuft schneller. Kontraindikationen (Gegenanzeigen) sind hierbei genauestens zu beachten.
Massage

In der Therapie nach Cyriax befundet ein speziell ausgebildeter Therapeut außer den sonst üblichen Befundungsinhalten mit speziellen von James Cyriax (englischer Orthopäde) entwickelten Funktionsprüfungen die Strukturen des Bewegungsapparates, insbesondere der Weichteile.
Die so als Störfaktor exakt herausgearbeitete Struktur wird dann v. a. mit Querfriktionen behandelt, um Gewebsadhäsionen zu verhindern bzw. um bereits bestehende Adhäsionen nach Gewebsschädigungen zu lösen.

Ausgehend von der hypothetischen Norm in Bezug auf Haltung und Bewegung des gesunden Menschen erstellt der ausgebildete FBL-Therapeut differenzierte Haltungs- und Bewegungsanalysen, um das funktionelle Problem eines Patienten zu erkennen.
Durch eine Verbesserung der Haltungs- und Bewegungswahrnehmung sowie einer Förderung des selektiven Bewegungs- und Stabilisationsverhaltens im Bereich der Wirbelsäule erlernt der Patient physiologische Haltungs- und Bewegungsmuster.
Funktionelle Übungen, die genau auf sein funktionelles Problem zugeschnitten sind, erlernt der Patient, um diese physiologischen Haltungs- und Bewegungsmuster im Alltag durchführen zu können.
Das Zusammenspiel der neuromuskulären Einheit wird durch gezielte Reize auf Proprio- und Exterozeptoren erleichtert bzw. fazilitiert.
Dieses Konzept des Neurophysiologen Dr. Kabat und der Physiotherapeutin M. Knott (beide USA) ist ursprünglich für neurologische Patienten entwickelt worden, wird heute aber in allen Fachbereichen angewandt, um physiologische Bewegungsmuster anzubahnen und dafür notwendige Muskelgruppen in Bezug auf Kraft und intermuskuläre Koordination zu optimieren.
Bearbeitet werden Muskulatur und oberflächliche Gewebsschichten. Vorwiegend genutzt wird die mechanische und reflektorische Wirkung auf die Muskulatur mit ihren bindegewebigen Hüllen, auf Haut, Unterhaut und arterielle Durchblutung.
Die Reflexzonentherapie dient der Beeinflussung des vegetativen Nervensystems und innerer Organe. Die Wirkung beruht auf kutiviszerealen Reflexen.

Die Behandlung im Bewegungsbad nutzt die Eigenschaften des Wassers:
1. Durch die Auftriebskraft des Wassers findet ein "Gewichtsverlust" des menschlichen Körpers statt, dies befreit Gelenke und Muskeln von der Haltearbeit, was wiederum ebenso wie die angenehme Wassertemperatur entspannend auf Körper und Geist wirkt.
2. Außerdem bietet das Wasser Widerstand gegen Bewegungen. Dieser Widerstand wird in der Therapie zur Kräftigung genutzt.
Beide Effekte gemeinsam erlauben eine Kräftigung der Muskulatur unter Schonung der Gelenke und der Haltearbeit verrichtenden Muskeln.
Funktionelle, gangtypische Bewegungsmuster werden geübt, um ein achsengerechtes, gelenkschonendes, ökonomisches Gangbild zu vermitteln, was sich wiederum harmonisierend auf den Spannungszustand der Muskulatur und insbesondere auf die Hüft-und Rumpfmuskulatur auswirkt.
In Gruppensitzungen erlernt der Patient diese in der Schmerztherapie gut geeignete Methode zur Förderung der Entspannung. Mit der PMR nach Jacobson verfügt der Patient vom 1. Tag an über eine Technik, die er selbständig im Alltag anwenden kann, egal ob er berufstätig ist oder nicht und die ihm ein Stück Urlaub im Alltag verschafft.
Moor enthält Humin- und Salycilsäuren, welche durchblutungsfördernd, entzündungshemmend und antirheumatisch wirken.
Da die Höchsttemperatur von 40° C - 42° C nur langsam erreicht wird, ist diese Moorpackung sehr kreislaufschonend. Die Wärme wirkt zusätzlich tonussenkend auf die Muskulatur und somit auch entspannend auf die Psyche.

Manuelle Therapie steht heute für eine systematische physiotherapeutische Untersuchung und Behandlung des Bewegungssystems.
MT ist ein wissenschaftlich fundiertes „Handwerk“ und deswegen in einem ständigen Entwicklungsprozess. Auf therapeutischer Seite ist eine mehrjährige Fortbildung zur Ausübung dieser Therapie erforderlich.
Die eigentliche Manuelle Therapie (MT) , die Behandlung mit den Händen zur Schmerzlinderung, zur Mobilisierung und zur Beeinflussung der Gewebebeschaffenheit, ist dabei ein Bestandteil eines umfassenden Konzeptes. Zu einem sinnvollen Behandlungsaufbau gehört – je nach Indikation – auch der Einsatz physikalischer Therapie, aktiven Trainings mit und ohne Gerät zur Mobilisierung, Stabilisierung oder Leistungssteigerung sowie Beratung und Instruktion, um die erreichten Therapieziele wie Schmerzlinderung und Funktionsverbesserung langfristig zu sichern.
Das Bobath-Konzept ist ein wichtiger rehabilitativer Ansatz in der Pflege und Therapie von Patienten mit Schädigungen des Gehirns oder des Rückenmarks.
Es beruht auf der Annahme der "Umorganisationsfähigkeit" des Gehirns, d. h. dass gesunde Hirnregionen Aufgaben, die zuvor von den erkrankten Regionen ausgeführt wurden, neu lernen und übernehmen können. Häufig sind bei traumatischen Hirnschädigungen auch nicht die eigentlichen Kontrollzentren zerstört, sondern Verbindungswege unterbrochen, die durch konsequente Förderung und Stimulation des Patienten von Seiten aller betreuenden Personen neu gebahnt werden können. Insbesondere bei nach einem Schlaganfall halbseitig gelähmten Menschen (Hemiplegikern) kann das Konzept gute Erfolge in der Rehabilitation erzielen.